Mit 'Tourismus' getaggte Einträge

Die Koja-Wiesen stellen einen Dammbruch dar | Mit unabsehbaren Folgen

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Ein Kommentar von Markus Lobis, Gemeinderat

Wir sind nicht gegen einige Hotels – wohl aber gegen die Vorgangsweise!

Obwohl die Grüne Bürgerliste Brixen/Alternativa Ecosociale nie grundsätzlich gegen das durchaus interessante und viel versprechende Hotelprojekt der Gebrüder Sanoner war, hat sie sich stets dagegen ausgesprochen, dass Investoren neuerdings in der Gemeinde Brixen ohne jede Einschränkung die Gründe aussuchen dürfen, wo ihnen die Gemeinde dann die entsprechenden Zonen ausweist.

Wir haben das in mehreren Debatten als Dammbruch bezeichnet, sei es nun im Gemeinderat, als auch bei öffentlichen Veranstaltungen zum Thema.

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Mehr Betten oder mehr Gäste | Ein Kommentar von Hans Heiss

Hans HeissBraucht Brixen für einen funktionierenden Tourismus bedeutend mehr Hotelbetten?

Brixen braucht den Plose-Berg und der Berg braucht die Stadt: Diese Einsicht ist das Ergebnis von 2 Jahren Selbsterforschung des Brixner Tourismus. Die Zusammenarbeit von Stadt und Berg ist erfolgreich angelaufen, die Identifikation der Brixner mit der Plose gewachsen. Das ist eine gute Perspektive.

Braucht Brixen aber auch mehr Quantität, benötigen wir 1000 Betten mehr im Tourismus? Ich klammere die ökologische Frage gänzlich aus und argumentiere rein touristisch mit einem Vergleich: Brixen hat mit rund 500.000 etwas mehr Nächtigungen wie Bruneck, Eppan, Lana oder Innichen. Brixen verfügt aktuell über 4400 Betten, die übrigen aber jeweils um 500 bis 1000 weniger.

Kein Bettenmangel!
Es herrscht also kein Bettenmangel, Priorität haben nicht mehr Betten, sondern die gute Auslastung der bestehenden. Um besser auszulasten, braucht Brixen vorab eine Qualitätsoffensive seiner Betriebe. Damit sind neue Gäste zu gewinnen und bessere Erlöse zu erzielen. Vorrang hat also nicht die Erhöhung der Bettenzahl, sondern die Qualifizierung des vorhandenen Angebots. Eine Frischzellentherapie ist zwar notwendig: Neue Hotels mit einem Gesamtangebot bis zu 300-500 Betten könnten Qualität steigern und die Leistung der anderen Gastbetriebe anregen.

Gefahr der Verdrängung
Die von der Gemeinde angestrebten 1000 Betten zusätzlich aber führen mit Sicherheit zur schwächeren Auslastung und verdrängen kleine 2- und 3-Sternbetriebe. Denn: wenn eines der geplanten 200-Betten-Hotels außer Saison mit günstigen Offerten winkt, können die Kleinen nicht mithalten. Vor solchen Folgen der Betteneuphorie warnen nicht nur Grüne, sondern Touristiker wie HGV-Chef Meister oder LR Berger. Brixen braucht daher eine kleine Spitze neuer Leitbetriebe, die neue Gäste anziehen und Stadt und Berg beleben, Vorfahrt aber hat eine qualitative Steigerung des eigenen Angebots auf allen Ebenen, von den Betrieben über die Infrastruktur, vom Marketing bis hin zum Profil und Management.

Brixner Tourismus – quo vadis? | Betten bauen, Betten füllen, Geld machen…

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Ein Kommentar von Andreas Gottlieb Hempel

Wo ist das Leitbild für ein Tourismuskonzept?

Die Vorstellung eines sogenannten Tourismuskonzepts für die Plose hat wieder einmal gezeigt, dass es für den Tourismus in und um Brixen immer noch keine echten Visionen gibt – trotz Leitbild, Masterplan, Gutachter und gesteuerter Bürgerbeteiligung.

Statt Kleckern Klotzen – das ist noch lange kein Konzept sondern stellt sich bei näherer Betrachtung als das Uralt-Prinzip „Quantität statt Qualität” heraus, vertreten von Managern für den „klassischen” Tourismus wie Peter Haymaier, Innsbruck – Konzepte, die sich mit dem Ziel des steten Wachstums in den Zeiten allgemeiner Rezession und weitgehender Verbauung der Umwelt als überholt erweisen.

Aus welchem Grund sollten denn weitere Gäste über 1.000 Betten mehr in und um Brixen „füllen” (um diesen ungastlichen Ausdruck der Hotelfuzzis zu gebrauchen)? Woher und warum sollten sie kommen? Womit will Brixen diese Anziehungskraft erreichen? Was soll künftig das Einmalige am Brixner Tourismus werden? Was kann die Stadt zu einem außergewöhnlichen Reiseziel machen? Welche Konzepte, welche Visionen sind bisher dafür entwickelt worden? Ist ein besonderes Profil jenseits der schon bekannten Qualitäten erkennbar? Eindeutig nein!

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Austauschbar: Aufgesetzte Modernität im südlichen Zufahrtsbereich von Brixen
(Foto AGH)

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Unverwechselbar: Die Zeugen der Vergangenheit, eine einmalige Altstadt, tausendjährige Kultur auf Schritt und Tritt
(Foto Zigori)

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Goldgräberstimmung am Plose-Berg | Gemeinderat beschäftigt sich mit Tourismuskonzept Brixen/Plose

In einer Marathonsitzung, die erst um 0.30 Uhr zu Ende ging, hat der Gemeinderat gestern nur drei Punkte der Tagesordnung behandelt. Diese hatten es aber in sich. Neben einer Debatte, die sich zum Punkt eins – Genehmigung des Protokolls – ergeben hatte, kamen die Vorstellung des Tourismuskonzepts für Brixen und die Plose und die Frage des Standortes für den notwendigen Bau der Bibliothek zur Debatte.

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Wohin soll Brixens Tourismus sich entwickeln? Diese Frage wurde gestern im Gemeinderat diskutiert

Nachdem die Tonaufzeichnungsanlage bei der letzten Gemeinderatssitzung bereits zum vierten Mal nicht funktioniert hatte, forderten die Vertreter der Opposition von Generalsekretär Fischnaller, ein schriftliches Protokoll der Sitzung vom 26. Februar nachzureichen, da die Verfassung eines reines Ergebnisprotokolls, das lediglich die Namen der Anwesenden und die Ergebnisse der Abstimmungen festhalte, den Verlauf der Sitzungen nicht wiedergebe. Auch für die gestrige Sitzung wurde die Verfassung eines detaillierten Protokolls verlangt, da man sich offenkundig nicht auf die Funktion der Tonaufzeichnungsanlage verlassen könne. Diese Forderung wurde von SVP-Fraktionssprecher Heinrich Ferretti mit der Bemerkung kommentiert, die Opposition könne sich das Protokoll ja selber schreiben.

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Foto Banner: ©Leonhard Angerer

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